der_traum

Der Traum

 

Im Juni 1876 hatte der hl. Don Bosco einen Traum, der ihm die Bedeutung des Glaubens klarmachte. Don Bosco hatte viele prophetische Träume. Manchmal war er sich bei dem einen oder anderen Traum nicht sicher, ob er wirklich von Gott kam. Dann prüfte er ihn, und wenn er zur Gewißheit kam, erzählte er ihn seinen Jungen. Niemals hätte er ihnen einen Traum erzählt, wenn er hätte befürchten müssen, sie dadurch in die Irre zu führen. Wenn er also einen Traum weitererzählte, dann deshalb, weil er sicher war, daß Gott etwas durch ihn mitteilen wollte.

 

Diesen Traum nun über die Bedeutung des Glaubens er­zählte er seinen Jungen am Fronleichnamsfest des Jahres 1876. Das war der 30. Juni. Der Traum lag be­reits zwei Wochen zurück. Er war die Erhörung eines Gebetes. Denn der hl. Don Bosco hatte den Herrn um eine besondere Erkenntnis gebeten, nämlich darüber, was dem Seelenzustand seiner Zöglinge nützen oder schaden könne. In der darauffolgenden Nacht träumte er von ihnen: Sie hielten sich abends mit dem Heiligen zusammen im Innenhof ihres Oratoriums auf. Da hörte er plötzlich schrille Schreie. Einige seiner Jungen stürzten voller Panik und Entsetzen von drau­ßen in den Hof hinein. Sie berichteten von einem Ungeheuer, das sich nähere und alle verschlin­gen wolle. Don Bosco ging hin, um sich zu überzeugen, und mußte mit eige­nen Augen das Gemeldete wahr­nehmen: ein Ungeheu­er, schrecklicher als ein Bär, mit einem Rachen, der mit einem Mal einen ganzen Menschen ver­schlingen konnte und aus dem zwei scharfe, sehr lange Zähne herausragten. Das Ungeheu­er näherte sich bedächtig, aber unaufhaltsam. Voller Angst drängten sich die Jungen um Don Bosco. Sie befanden sich un­ter den Säulenhallen. Don Bosco, selber von Furcht ergriffen, war ratlos. Da forderte er seine Jungen auf, mit ihm zusammen sich hinzuknien und die Gottes­mutter anzu­rufen. Maria, die himmlische Mutter, werde helfen!

 

Gesagt, getan. Pochenden Herzens begannen sie zu beten, während das Ungeheuer immer näher kam. Schließlich war es da, nur noch einen Sprung entfernt! In diesem Augenblick wurden sie wunderbarerweise in den geräumigen Speisesaal versetzt, und die Muttergot­tes erschien mitten unter ihnen. Sie erstrahlte in feurigem Lichterglanz und erleuchtete den Saal. Sie war umgeben von Seligen und Engeln. Alle Augen waren auf sie gerichtet, als ihre zärtliche Stimme erklang: "Fürchtet euch nicht! Habt Glauben! Dies ist nur eine Prüfung, die euch mein göttlicher Sohn schickt!" Don Bosco erkannte unter den Seligen einige aus dem Oratorium, die bereits gestorben waren. Sie waren schon im Paradies.

 

Da rief einer aus dem Gefolge der allerseligsten Jungfrau mit erhobener Stimme: "Surgite! - Erhebet euch!" Wunderbarerweise wurden sie in die Höhe erhoben. In diesem Augenblick drang das Ungeheuer in den Saal ein, begleitet von einer großen Menge anderer Bestien. Sie stießen ein schreckliches Geheul aus. Mit blutroten Augen schauten sie die Jungen an und waren ganz versessen auf den Kampf. Da erklang zum zweiten Mal die Stimme der allerseligsten Jung­frau wie ein hinreißender Gesang, der sie in Verzüc­kung versetzte: "Sumite ergo scutum fidei inexpugnabile! - Ergreifet den unüberwindlichen Schild des Glaubens!" Es waren die Worte des heiligen Paulus aus dem Epheserbrief. Da erhielt jeder der Anwesenden einen Schild. Dieser Schild stellte den Glauben dar. Er wurde über das Herz jedes Jungen gelegt. Die Schilde waren groß, schön und glänzend. In ihnen spiegelte sich das Licht wieder, das von der Muttergottes ausging.

 

"Ad pugnam! - Zum Kampfe!", erscholl eine mächtige Stimme. Die Bestien begannen zu rasen, Don Bosco und die Jungen fielen herunter. Die Bestien griffen an und schleuderten mit dem Gifthauch ihres Rachens Ku­geln und Pfeile den Jungen entgegen. Aber diese wa­ren beschützt vom göttlichen Schild, den sie in Händen hielten. Alle Geschosse prallten an ihm ab. Beinahe ehrfurchtsvoll wichen die Ungeheuer beim An­blick des Schildes, der das Licht der Muttergottes wi­derspiegelte, zurück. Mit dem Schild in der Hand wa­ren die kleinsten Knirpse stärker als die größten Unge­tüme. Wer aber von den Jungen den Schild losließ, wur­de grausam zerfleischt. Lange dauerte der Kampf, bis plötzlich wieder, zum dritten Mal, die Stimme der allerseligsten Jungfrau erklang: "Haec est victoria vestra, quae vincit mundum, fides vestra. - Dies ist der Sieg, der die Welt überwindet, euer Glaube." Da flohen die Be­stien in wilder Flucht davon und ver­schwanden. Die den Schild des Glaubens festgehalten hatten, waren ge­rettet. Ihre Augen waren in Verzückung auf die un­be­schreibliche Schönheit der Gottesmutter gerichet.

 

 

In einem weiteren Traum erscheint dem hl. Don Bosco sein verstorbener
Zögling Dominikus Savio. Don Bosco hat Gelegenheit, ihm einige Fragen zustellen, u.a. danach, was ihm beim Sterben am meisten getröstet habe.
Diesen Traum, der zu den berühmtesten Träumen Don Boscos gehört, könnt Ihr bei mir kostenlos und unverbindlich bestellen.

 

* MozartGirl@web.de

 

 

 

 

 

 

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!